VfL HOT 05 mit dem Triple

Vor einem gut gefüllten HOT-Sportzentrum hat der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal zum dritten Mal in Folge die Futsal-Landesmeisterschaft gewonnen.

Futsal-Landesmeister 2019/2020: VfL 05 Hohenstein Ernstthal © Alexander Rabe

Heiko Fröhlich und seine Mitstreiter haben dem sächsischen Futsal eine großartige Bühne geboten. Der Futsal-Papst aus Hohenstein hat den Livestream des gesamten Turniers auf Sporttotal.tv höchst persönlich kommentiert und von jedem Verein immer wieder Gastkommentatoren eingebunden.

Der Titelverteidiger vom VfL 05 Hot ließ von Beginn an nichts anbrennen. Nur Neusalza-Spremberg blieb lange in Schlagdistanz. Im letzten Turnierspiel trafen dann beide Teams aufeinander und der FSV brauchte einen Sieg. Doch wie schon im letzten Jahr musste der FSV nach einer 1:3-Niederlage dem VfL den Vortritt lassen. Die Hohensteiner haben damit dreimal in Folge die Landesmeisterschaft geholt.

Den Kampf um die Bronzemedaille gewann schließlich der Oberlungwitzer SV und hatte vor dem Spiel gegen Neusalza-Spremberg sogar noch Minimalchancen für mehr. Doch der Sachsenligist gewann knapp mit 1:0. Loschwitz, Wilsdruff und Oschatz trudelten auf den Plätzen ein.

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Der erste Endrundenteilnehmer steht fest. Der nordsächsische Kreisligatabellenführer FSV Oschatz löste mit blütenreiner Weste sein Ticket nach Hohenstein-Ernstthal, wo am 1. Februar die Endrunde der Futsal-Landesmeisterschaft steigt. Zu dem ausrichtenden SV Merkwitz und den Oschatzern gesellten sich mit dem FSV Blau-Weiß Wermsdorf und dem SV Lok Engelsdorf die beiden amtierenden Kreismeister Nordsachsens und Leipzigs sowie der Vorjahresregionalmeister SG LVB Leipzig und der Oberligist FC International Leipzig. Die Internationalen stellten eine erfrischend aufspielende Truppe aus A-Jugend und zweiter Mannschaft auf. Mit nur einem Wechselspieler antretend, war frühzeitig klar, dass irgendwann die Luft ausgehen würde. 

Weichenstellend für den späteren Tuniersieger Oschatz war gleich das erste Spiel. Keine fünf Minuten waren gespielt, da führte Kontrahent Blau-Weiß Wermsdorf bereits mit 2:0. Alles schien klar für die hallenerfahrenen Hubertusburger. Dann schlug das blutjunge Oschatzer Team eiskalt zurück und kam sechs Sekunden vor der Sirene sogar noch zum Sieg, der dann alle Fesseln löste. 

Blau-Weiß Wermsdorf wie auch der ausrichtende SV Merkwitz hatten das Pech, frühzeitig gegen die agile Intermannschaft antreten zu müssen und ließen damit Punkte liegen, was keinesfalls Inters erfrischende Spielweise schmälern soll. Die SG LVB um Spielertrainer Thmoas Goretzky verlor seine ersten drei Partien jeweils denkbar knapp, ehe dann gegen den SV Merkwitz und den FC International die Post ab ging. Im vorletzten Spiel des Turniers ging es zwischen dem SV Lok Engelsdorf und dem FSV Oschatz um den Turniersieg. Letztlich entschied ein Treffer von Kevin Mandel nach herrlicher Einzelaktion die Partie für den späteren Turniersieger. 

Alles in allem war das erste von insgesamt vier Regionalturnieren ein erfolgreicher Auftakt. Knapp 150 Zuschauer in der Oschatzer Rosentalsporthalle sahen über weite Strecken ansprechende Partien mit insgesamt 74 Toren (fünf Treffer je Spiel).

Stimmen zum Turnier:

Volkmar Beier, SFV-Spielausschussvorsitzender: "Wir haben ein klasse Turnier gesehen, das von absoluter Fairness geprägt war. Ein besonderer Dank gilt dem Ausrichter SV Merkwitz, der bei seiner SFV-Premiere eine hervorragende Organisationsarbeit geleistet hat."

Steffen Wiesner, Trainer FSV Oschatz: "Es hat den Jungs Spaß gemacht. Dass am Ende der Turniersieg raussprang - umso besser. Insgesamt eine klasse Leistung meiner jungen Mannschaft."

Nach dem Vorjahrserfolg beim Regionalmeisterschaftsturnier Ost und dem 3. Platz bei der Endrunde 2019 war klar, dass man neben dem FSV 1990 Neusalza-Spremberg auch unbedingt den SV Loschwitz wieder zu den Turnierfavoriten zählen sollte. Gleich im ersten Turnierspiel kam es für die Dresdner zum Schlüsselspiel gegen den schärfsten Konkurenten aus der Oberlausitz. Nach einer schnellen 2:0-Führung musste man sich einem immer stärker werdenden Druck des Landesligisten erwehren, ließ aber in der Folge nicht mehr als zwei Gegentore zu. Alles in allem ein gerechtes Unentschieden.

Im weiteren Turnierverlauf konnte Loschwitz vor allem durch eine konzentrierte und geduldige Spielweise überzeugen. Mit insgesamt drei Siegen und zwei Unentschieden blieb das Team von Trainer Jens Wenzel ungeschlagen und qualifizierte sich somit als drittes Team für die Endrunde am 1. Februar in Hohenstein-Ernstthal. Die Kicker aus Neusalza hingegen spielten an diesem Tag nicht ihren gewohnt sicheren Kombinationsfußball, mussten sogar gegen den Dresdner Stadtoberligisten Helios eine deftige 1:5-Klatsche hinnehmen. Somit war klar, dass es auch mit 10 Punkten und nur 4 Plustoren kaum zur Endrundenqualifikation als „Bester Zweiter“ reichen wird.

Einen Tag später beim Turnier in Wilsdruff ein etwas anderes Bild. Das Teilnehmerfeld zeigte sich mit 53 erzielten Treffern sehr torhungrig und ausgeglichen. Ein klarer Favorit war nicht zu erkennen. Mit Rotation Dresden, Kreinitz, Motor Wilsdruff und dem DSC konnten sich gleich vier Mannschaften vor ihrem letzten Turnierspiel noch Hoffnungen auf eine Endrundenteilnahme machen.  Am Ende entschied das Torverhältnis über ein Weiterkommen. Bei jeweils 10 Punkten ging der Turniersieg letztlich an den Gastgeber SG Motor Wilsdruff. Als Zweiter darf sich aber ebenso Rotation Dresden noch Hoffnungen auf eine Endrundenteilnahme machen. Mit 6 Plustoren ist man um zwei Tore besser als Neusalza-Spremberg am Vortag. Gespannt wird man nun auf den Ausgang des letzten  RM-Turnieres am kommenden Sonnabend in Hohenstein-Ernstthal blicken.

Die sächsische „Futsal-Hauptstadt“ Hohenstein-Ernstthal war am vergangenen Sonnabend Austragungsort des letzten Regionalmeisterschaftsturnieres der Herren im Rahmen der SFV-Hallenlandesmeisterschaft.  Bestens vorbereitet von Futsal-Papst Heiko Fröhlich und seinem Team fand dieses Turnier wieder unter gewohnt optimalen Bedingungen und als Generalprobe für die am 1. Februar an gleicher Stelle auszutragende Endrunde statt.

Der sportliche Verlauf des Turnieres brachte für die etwa 150 Zuschauer spannende Spiele mit oftmals überraschendem Ausgang. Mit dem Oberlungwitzer SV, Handwerk Rabenstein und dem VfB Mühltroff konnten sich gleich drei Teams vor ihrem letzten Turnierspiel noch Hoffnungen auf eine Endrundenteilnahme machen. Ein einziges Tor reichte dann letztlich den Oberlungwitzern im direkten Vergleich, um dafür zu sorgen, dass mit Rabenstein ein hoch gehandelter Titelaspirant seinen großen Traum vom Landesmeister unter dem Hallendach auch in diesem Jahr nicht realisieren kann. Da auch dem Mühltroffer Team im letzten Spiel die Kraft ausging, war die Freude über den Turniersieg bei den Oberlungwitzer Spielern und mitgereisten Fans auf der Tribüne natürlich riesengroß.

Von Volkmar Beier | Gerald Socha