Oberlungwitzer SV ist Futsal-Landesmeister

Titelverteidiger Lindenau unterliegt im Sechsmeterschießen – Marco Pohl wird zum Matchwinner beim neuen Futsal-Landesmeister

Beste Futsal-Atmosphäre herrschte am Samstagnachmittag im HOT-Sportzentrum in Hohenstein-Ernstthal. Rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Endrunde der Futsal-Landesmeisterschaft der Herren, die erneut für spannende Spiele und viele Emotionen sorgte. Ein großer Dank gilt dem Ausrichter Oberlungwitzer SV sowie HOT 05 für die gelungene Organisation und die Versorgung der Teams und Fans.

Gleich zum Auftakt kam es in Gruppe A zur Neuauflage des Endspiels aus dem Jahr 2025. Dabei gelang dem FSV 1990 Neusalza-Spremberg mit einem 2:1-Erfolg die Revanche gegen den Titelverteidiger Lindenauer SV. Die SG Handwerk Rabenstein präsentierte sich in starker Form und zog mit drei Siegen souverän ins Halbfinale ein. Dahinter entschied das Torverhältnis ein enges Rennen mit mehreren punktgleichen Mannschaften. Die Titelverteidiger vom SV Lindenau machten das Halbfinale mit einem 3:0 gegen Chemie im letzten Gruppenspiel perfekt.

Auch in Gruppe B blieb es bis zum Schluss spannend. Das direkte Duell zwischen dem VfB Annaberg und dem FV Eintracht Niesky entwickelte sich zum echten Endspiel um den Halbfinaleinzug, den sich Annaberg schließlich sichern konnte. Nach zwei Siegen waren die Oberlungwitzer bereits für die das Halbfinale qualifiziert, daran änderte auch die Niederlage gegen IFA Chemnitz nichts mehr. 

Im Halbfinal setzte sich der Lindenauer SV gegen den VfB Annaberg mit einem Treffer in letzter Sekunde durch und hielt die Titelchance am Leben. Im zweiten Halbfinale sorgte der Oberlungwitzer SV für eine kleine Überraschung: Mit einem 3:1-Erfolg gegen die bis dahin souveräne SG Handwerk Rabenstein zog der Gastgeber ins Endspiel ein.

Das Finale entwickelte sich anschließend zu einem echten Nervenkrimi. Bis kurz vor Schluss führten die Gastgeber mit 1:0, ehe Mykola Pastukh 35 Sekunden vor dem Ende seine Mannschaft ins Entscheidungsschießen rettete. Ex Futsal-Torwart Marco Pohl wurde dabei zum entscheidenden Faktor und parierte zwei Lindenauer Sechsmeter.

ALL-STAR-TEAM

  • Kevin Barth, Oberlungwitzer SV
  • Marco Pohl, Oberlungwitzer SV
  • Paul Schaltonat, SG Handwerk Rabenstein
  • Nick Naumann, SG Handwerk Rabenstein
  • Ahmed Fato, SV Lindenau 1848

Turnier-Galerie

VORRUNDE I (Annaberg)

Die SG Handwerk Rabenstein steht mit einer beeindruckenden Bilanz von 18 Punkten und einer starken Tordifferenz von +14 deutlich an die Tabellenspitze und zeigte damit eine konstant überzeugende Leistung. Auch der VfB Annaberg 09 präsentierte sich mit 13 Punkten als starker Verfolger. Insgesamt spiegeln die Ergebnisse wider, dass das Teilnehmerfeld sportlich sehr gut besetzt war, was sich auch in den engen Spielen und knappen Ergebnissen zeigte. Das Turnier wurde von etwa 100 Zuschauern begleitet, die für eine tolle Stimmung sorgten und die Mannschaften anfeuerten.

VORRUNDE II (Zwenkau)

Rund 110 Zuschauer verfolgten die spannenden Begegnungen, bei denen es in vielen Partien denkbar knapp zuging. Die meisten Spiele wurden erst in den letzten Minuten entschieden, was für eine packende Stimmung auf den Rängen sorgte. TSV IFA Chemnitz behauptete die Spitzenposition, vor der U 23 der BSG Chemie Leipzig, wobei auch die Verfolgerteams immer wieder für Überraschungen sorgten. Insgesamt bleibt das Turnier bis zum Schluss offen und umkämpft.

VORRUNDE III (Seifhennersdorf)

Bei dem Turnier in Seifhennersdorf blieb es an der Spitze spannend bis zum Schluss. Dennoch dominierten die 3 Favoriten (FV Eintracht Niesky, FSV 1990 Neusalza-Spremberg und FSV Oderwitz 02) aus der Sachsenklasse Ost vor 180 Zuschauern die Spiele weitestgehend. Den Turniersieg sicherte sich Niesky in den letzten 10 Sekunden seines letzten Spiels und holt sich den Siegerpokal samt Siegerscheck.

Qualifiziert für die Endrunde sind Platz 1 und 2 der jeweiligen Vorrunden.
 +++ ALLE ERGEBNISSE +++

Von Alexander Rabe/Enrico Rockstroh