Chemnitzer FC mit dem 11. Titel

Der Chemnitzer FC gewinnt ein spannendes Endspiel verdient mit 2:1 gegen den FC Eilenburg und verteidigt den Titel aus dem Vorjahr. Dabei ließ der Regionalligist viele Chancen liegen und musste am Ende sogar noch einmal zittern.

Sieger Wernesgrüner Sachsenpokal 2019/2020: Chemnitzer FC © Luise Böttger

Das Endspiel in Eilenburg begann temporeich und mit einem CFC, der sofort das Tor von FCE-Keeper Naumann unter Druck setzte. Besonders die Standards von Milde sorgten immer wieder für Unruhe im Strafraum der Gastgeber. Eine große Chance sprang dabei allerdings nicht heraus. Ganz anders auf der anderen Seite. Der Underdog versuchte das Spiel nach Ballgewinn schnell zu machen und kam so hin und wieder selbst zu Abschlüssen. Den besten setzte Dennis Kummer an die Latte. Der Eilenburger-Offensivmann nahm sich aus 30 Metern ein Herz und für den geschlagenen Jakubov rettete der Querbalken.

Breitfelder bringt den Favorit in Führung

Der CFC nahm nach einer kleinen Schock-Phase das Heft wieder in die Hand und kam durch Freiberger (30.) und Breitfelder (33.) zu guten Möglichkeiten und erzielte in dieser Phase auch die Führung. Nach guter Kombination zwischen Müller und Köhler machte sich Danny Breitfelder (40.) ganz lang und erzielte die Führung für Himmelblau. Nur drei Minuten später hätte der Torschütze sogar noch nachlegen können, wartete mit dem Abschluss aber zu lange. Somit blieb es bei der knappen Führung für den CFC.

Mit der Führung im Rücken agierte der Rekord-Pokalsieger dann souverän, ließ den Gastgebern wenig Raum und spielte selbst auf das zweite Tor. Das verpassten Campulka (51.) und der starke Breitfelder (60.) mit den größten Möglichkeiten. Nachdem Campulka nach einem Freistoß völlig blank vergab, lenkte Naumann mit den Fingerspitzen den Kopfball von Breitfelder an den Pfosten und hielt seine Mannschaft nur wenige Minuten später weiter im Spiel.

"Man of the Match" Andreas Naumann hält Elfer gegen Müller

Der Eilenburger Keeper, der sich schon im Halbfinale in Topform präsentierte, stand nach 65 Minuten im Fokus, als Tobias Müller zum Strafstoß antrat. Der eingewechselte Sebastian Heidel foulte Freiberger und Schiri Ziegler hatte keine Wahl. Aber Naumann tauchte ab, parierte und auch den Nachschuss setzte Müller in Wolken. In der 71. Minute war aber auch der FCE-Schlussmann machtlos. Eine Flanke von Christian Bickel netzte Kevin Freiberger zum 2:0 ein. Die gefühlte Vorentscheidung.

Vorentscheidung? Denkste.

Die Eilenburger setzten noch einmal alle Kräfte frei und kamen nach 71 Minuten sogar zum Anschlusstreffer. Nach einem schnellen Konter landete eine verunglückte Kummer-Flanke am Pfosten und der lauernde Steven Hache ließ Eilenburg hoffen. Der Treffer zeigte Wirkung. Die Gastgeber setzten alles auf Angriff und brachten den Regionalligisten sogar ein wenig ins straucheln. Am Ende sollte es aber nicht mehr reichen und der CFC baut mit dem elften Titel seinen Regkordsieger-Status weiter aus. In der 1. Runde des DFB-Pokals trifft der CFC dann auf die TSG Hoffenheim.

Die Highlights des Endspiels im Video.

Trainerstimmen

CFC-Trainer Daniel Berlinski

FCE-Trainer Nico Knaubel

Neben dem Finale 2019/2020 geht es bereits mit der Quali-Runde des Sachsenpokals 2020/2021 los. Hier geht's zu den Paarungen und Ergebnissen: Wernesgrüner Sachsenpokal 2020/2021

FC International Leipzig - Chemnitzer FC 0:3

Der Chemnitzer FC löste nach einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den FC International Leipzig bei glühender Hitze in Leipzig das Finalticket und muss am 22. August (14:45 Uhr) zum FC Eilenburg ins Ilburg-Stadion. Die Mannschaft von Daniel Berlinski machte von Beginn an ihre Ambitionen deutlich und ließ dem Oberligisten wenig Luft zur Entfaltung. Die Himmelblauen wirkten dabei sehr konzentriert und agil. Den Knoten löste Rückkehrer Danny Breitfelder nach 20 Minuten und Christian Bickel erhöhte kurz vorm Pausenpfiff auf 2:0. Mit der Führung im Rücken konnte der Regionalligist einen Gang zurückschalten und Kräfte sparen. Tobias Müller traf in der 89. Minute vom Punkt zum 3:0-Endstand.

+++ Die Tore im Video +++

+++ Stimmen zum Spiel +++

FC Eilenburg - 1. FC Lokomotive Leipzig

Im Ilburg-Stadion zu Eilenburg erlebten die 1.000 Zuschauer eine dicke Überraschung. Nachdem der FCE im Achtelfinale bereits die BSG Chemie Leipzig eliminierte, musste nun der zweite Leipziger Regionalligist dran glauben. Mit viel Herz, ein wenig Glück, einem starken Andreas Naumann im Eilenburger Tor und Eisblock Adam Fiedler haben die Jungs von Trainer Nico Knaubel Vereinsgeschichte geschrieben. Die Loksche übernahm in der ersten Hälfte die Initiative und ließ dem Oberligisten kein Raum zur Entfaltung. Nur mit vereinten Kräften, dem Querbalken und Keeper Naumann hielten die Gastgeber das wichtige 0:0 zur Pause.

Offensichtlich hat Trainer Nico Knaubel in der Halbzeit dann die richtigen Knöpfe gedrückt, denn in Hälfte zwei kam auch der FC Eilenburg zum Zug und nach 55 Minuten sogar zur Führung. Böttgers tiefen Pass in die Spitze bekamen die Probstheidaer nicht sauber geklärt und Adam Fiedler behielt die Nerven. Eilenburg stand Kopf. Wie sich am Ende zeigte, der mentale Knock-out für Lok. Die Eilenburger standen nach dem Führungstreffer kompakt, hätten bei zwei, drei Kontern ihre Nerven sogar noch mehr schonen können und der Elf von Trainer Almedin Civa fiel mal so gar nichts ein. Die langen Bälle in die Spitze verpufften und so brachen nach 90 Minuten in Eilenburg alle Dämme.

+++Die Highlights im Video +++

+++ Matchwinner Adam Fiedler +++

+++ Loks Sascha Pfeffer +++

Bilder aus Leipzig und Eilenburg

Halbfinale WSP 2019/2020

LSV Neustadt/Spree - FC Eilenburg 1:5

Mit einem 5:1-Erfolg vor 274 Zuschauern gegen den Landesligisten LSV Neustadt/Spree komplettiert der FC Eilenburg das Halbfinale um den Wernesgrüner Sachsenpokal und trifft am 28. März vor eigenem Publikum auf den 1. FC Lokomotive Leipzig.

Die Gäste präsentierten sich im ostsächsischen Neustadt über die gesamte Partie sehr konzentriert und untermauerten ihre Ambitionen bereits in der 1. Hälfte mit zwei Treffern. Christoph Bartlog (22.) und Dennis Kummer (28.) sorgten nach einer halben Stunde für klare Verhältnisse.

Auch im zweiten Durchgang kämpfte der LSV Neustadt/Spree tapfer, konnte sich aber zu selten befreien und selbst für Torgefahr sorgen. Die seltenen Abschlussmöglichkeiten ließen die Gastgeber liegen. Benjamin Luis (50.) machte bereits gleich zu Beginn der 2. Hälfte den Deckel drauf. Christoph Bartlog (66.) und Alexandros Dimespyra (82.) schraubten auf 5:0 hoch, ehe die Gastgeber durch Gracjan Arkuszewski (84.) zum Ehrentreffer kamen.

SSV Markranstädt - Chemnitzer FC 0:4

Der Titelverteidiger aus Chemnitz hat im dritten Viertelfinale die Pflichtaufgabe in Markranstädt erfüllt. Dabei tat sich der Drittligist besonders in der 1. Hälfte schwer, agierte ideenlos und biss sich an den gut organiserten Markranstädtern die Zähne aus. Erst 10 Minuten vor dem Pausentee kamen die Himmelblauen mit einem guten Angriff zur 1:0-Führung. Am Ende war es zwar ein Markranstädter, der die Kugel unglücklich über die Linie drückte, Philipp Hosiner wäre nach der Vorarbeit von Campulka allerdings auch einschussbereit gewesen. In der zweiten Halbzeit baute der Favorit durch Awuku (54. | 86.) und Hosiner (83.) das Ergebnis noch auf ein standesgemäßes 4:0 aus.

+++ Die Tore im Video +++

In der Halbzeitpause losten Pokalleiter Ulrich Günther, Volkmar Beier (Vorsitzender SFV-Spielausschuss) und Losfee Heike Helbig von der Stadtverwaltung Markranstädt die Halbfinalbegegnungen aus. Angesetzt ist die Runde der letzten 4 auf den 28./29. März 2020.

Halbfinale 1: FC International Leipzig - Chemnitzer FC
Halbfinale 2: Sieger LSV Neustadt/Spree/FC Eilenburg - 1. FC Lokomotive Leipzig

Vorsorglich musste das Heimrecht für das Finale gelost werden, da nach aktueller Konstellation zwei Oberligisten im Endspiel aufeinandertreffen können. Der Sieger aus Halbfinale 2 hätte dann das Finale auf eigenem Platz.  

FC International Leipzig - FSV Zwickau 2:1

Der FC International Leipzig zeigte im Viertelfinale um den Wernesgrüner Sachsenpokal gegen den FSV Zwickau eine ganz starke Leistung und ging sogar mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Dem Drittligisten fiel gegen die gut organisierten und diszipliniert agierenden Leipziger wenig ein. Nur über Standardsituationen kamen die Westsachsen zu Möglichkeiten, die aber eher harmlos blieben. Auch die Eingaben aus dem Halbfeld klärte die Inter-Defensive ohne Schwierigkeiten. Die Gastgeber machten es deutlich besser und wussten die vielen Ballverluste immer wieder zu nutzen. Schnell schaltete der Oberligist um und stellte die Zwickauer immer wieder vor Probleme. In der 26. Minute wurde Misaki super in Szene gesetzt und FSV-Keeper Brinkies rettete in höchster Not. Machtlos war der Schlussmann gut 10 Minute später. Gedankenschnell kombinierte Inter Dong-Min Kim frei, der von der Strafraumkante super vollendete. Eine verdiente Führung für den Oberligisten.

Joe Enochs fand in der Pause offensichtlich die richtigen Worte und der FSV drückte mit Beginn der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Inter-Keeper Mvogo bekam immer mehr zu tun. Inter setzte weiter auf Konter und hatte in der 56. eine Riesenchance. Zunächst war es wieder Brinkies, der den Einschlag verhinderte, anschließend kratzte Frick die Kugel von der Linie. Drei Minuten später brachte der FSV dann auch was Zählbares zustande. Mvogo konnte gegen Wegkamp noch klären, war gegen den Nachschuss von Jäpel aber machtlos. In dieser Phase bekamen die Westsachsen die Begegnung besser in den Griff und schnürten Inter ein. Eine Ecke stellte das Spiel aber wieder auf den Kopf. Til Linus Schwarz schraubte sich nach oben, köpfte zur erneuten Führung ein und schockte den Drittligisten damit sichtlich. Zwickau bekam nichts mehr auf den Rasen und versuchte es in einer dramatischen Schlussphase mit der Brechstange. Selbst Johannes Brinkies besetzte in den letzten Minuten durchgehend den Inter-Strafraum. Doch die Inter-Defensive schmiss sich in alle Bälle und Keeper Leonnel Mballa Mvogo hielt alles, was es zu halten gab. Erstmals in der Vereinsgeschichte steht der FC International Leipzig im Halbfinale um den Wernesgrüner Sachsenpokal und das völlig verdient.

+++ LIVESTREAM +++ 

VFC Plauen - 1. FC Lokomotive Leipzig 0:1

Vor knapp 1.450 Zuschauern und typisch vogtländischem Wetter reicht dem 1. FC Lokomotive Leipzig ein frühes Tor durch Djamal Ziane (9.) für den Einzug ins Halbfinale. Der Regionalligist aus Leipzig übernahm von Beginn an die Initiative und kam in der ersten Hälfte zu guten Chancen. Dass die Loksche davon nur eine nutzte, ließ die Partie lange offen. Selbst der Platzverweis für Kyriakos Andreopoulos (38.) brachte den VFC Plauen nicht gänzlich aus dem Konzept. In Unterzahl blieben dem Oberligisten allerdings wenig Mittel, um den Favoriten in Verlegenheit zu bringen.Trotzdem erstaunlich, wie aufopferungsvoll die Vogtländer den tiefen Boden beackerten und kein weiteres Gegentor kassierten. 10 Minuten vor dem Ende stellte Schiri Biastoch wieder gleiche Verhältnisse her, als er Paul Schinke nach seiner zweiten Verwarnung zum Duschen schicken musste. Und fast hätten sich die Plauener noch in die Verlängerung gerettet. In der Schlussminute mobilisierten die Vogtländer nochmal alle Kräfte und kamen über die linke Seite zur besten Chance des Spiels. Eine perfekte Flanke fand den Kopf vom völlig freistehenden Lucas Albert, der die Kugel aber aus zentraler Position nicht platzieren konnte und in die Arme von Schötterl köpfte.

+++ Das Tor im Video +++

FSV Krostitz - Chemnitzer FC 0:4

Ja, der Titelverteidiger hat die Pflichtaufgabe erfüllt. Ja, es war mit einem 4;0 auch ein ungefährdeter Sieg für den Drittligisten. Ja, die Himmelblauen ließen noch einige Bretter liegen.  Was der FSV Krostitz als Siebtligist aber auf den Platz brachte, kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Mit Disziplin, Geschlossenheit und Herz kämpften die Krostitzer um jeden Zentimeter und machten es damit dem CFC phasenweise auch ziemlich schwer. Erst 10 Minuten vor dem Pausenpfiff knackte der CFC den Abwehrriegel (Matti Langer, 34.), und das auch nur aufgrund einer missglückten Faustabwehr vom FSV-Keeper. Tim Campulka (36., 44.) und Dejan Bozic sorgten für die weiteren CFC-Treffer.

+++ Stimmen und Video zum Spiel +++

FC Eilenburg - BSG Chemie Leipzig 1:0

Der FC Eilenburg schlägt im Ilburgstadion zu Eilenburg die favorisierte BSG Chemie Leipzig mit 1:0 und trifft im Viertelfinale auf den Landesligisten LSV Neustadt/Spree. Die Anfangsphase gehörte dem Regionalligisten aus Leipzig, der seine Offensive hin und wieder im Strafraum einsetzte aber entweder an der eigenen Ungenauigkeit oder am Eilenburger-Keeper Andreas Naumann scheiterte. Die knapp 800 Zuschauer sahen eine intensive erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Auch die Gastgeber konnten sich mit ordentlichen Kombinationen immer wieder Luft verschaffen und die Chemie-Defensive vor Probleme stellen. Auch in der zweiten Halbzeit agierten beide Mannschaften mit offenem Visier. Chemie lief an, hatte beste Einschusschancen, ließ aber alle ungenutzt. Die offensive Gangart der Gäste eröffnete dem Oberligisten immer wieder Räume, die die Mannschaft von Nico Knaubel auch zu nutzen wusste. Und dann ist es eben manchmal eine einzige Aktion, die so ein Spiel entscheidet. Als die Mannschaftsbetreuer bereits die Wasserflaschen für die Verlängerung füllten, traf Ex-Chemiker Tim Bunge von der Strafraumkante ins lange Eck und versetzte seinen alten Kollegen den Lucky Punch und Eilenburg in Jubelstürme.

+++ Das Tor im Video +++

FC Oberlausitz Neugersdorf - FSV Zwickau 1:4

Zu Beginn schockte der FCO den klaren Favoriten aus Zwickau mit der 1:0-Führung durch Kevin Bönisch (6.). Doch der Schock hielt nicht lange an und der FSV agierte anschließend sehr konzentriert und drehte das Spiel bereits in der ersten Halbzeit. Elias Paul Huth (12.), Leon Jensen (24.) und Fabio Viteritti (33.) brachten den Drittligisten von Coach Joe Enochs auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte Marius Hauptmann (74.) mit dem 4:1. Für die Westsachsen geht es bereits am kommenden Mittwoch (20. November 2019) in Leipzig weiter. Im Viertelfinale wartet der FC International Leipzig.

+++ Die Tore im Video +++

VfB Weißwasser 1909 - SSV Markranstädt 0:2

Im landesklasseinternen Duell zwischen dem VfB Weißwasser und dem SSV Markranstädt setzte sich der Spitzenreiter der LVZ Post Landesklasse Nord mit 2:0 durch trifft im Viertelfinale auf den Sieger aus Krostitz und Chemnitz. Für die Treffer sorgten Jonathan Karl Barth (70.) und Luis Freigang (76.).

+++ Ergebnisse/Liveticker +++.

Es war kein Leckerbissen, den die beiden Regionalligisten Bischofswerdaer FV und Lok Leipzig ablieferten, spannend war es aber allemal. Der Favorit aus Leipzig setzte sich schließlich mit 1:0 (Steinborn, 55.) durch, tat sich aber über weite Streken der Partie schwer, gegen die gut organisierte Schiebocker Defensive für Torgefahr zu sorgen. Die Gastgeber riskierten erst nach dem Gegentreffer mehr, verpassten am Ende aber trotzdem die Revanche für die Niederlage in der Liga. Souverän mit 4:0 zog der FC International Leipzig gegen den VfB Zwenkau 02 in die nächste Runde ein. Schon früh (Mertes, 6.) musste der Landesklassen-Vertreter das erste Gegentor einstecken, was den Matchplan vermutlich zunichte machte. In der 2. Hälfte machte der Oberligist den Deckel drauf. Auch der LSV Neustadt/Spree gehört nach dem 3:1-Erfolg bei der SG Dresden Striesen zu den letzten 8 Mannschaften im Wettbewerb. Schon in der ersten Halbzeit klärte der Sachsenligist die Fronten und führte 3:0. Einen echten Krimi lieferten sich die SG Taucha und der VFC Plauen. Der aktuelle Tabellenzehnte der Sachsenliga stellte den Oberligisten aus Plauen vor eine große Aufgabe und schaffte es bis in die Verlängerung. Bis zum Elfmeterschießen fehlten sogar nur noch wenige Sekunden, doch Marc Schröder (119.) hatte was dagegen und schoss den VFC dann doch noch ins Viertelfinale.

Im Nachholspiel der 3. Runde setzte sich überraschend der VfB Weißwasser mit 2:1 gegen den SV Germania Mittweida durch und trifft nun auf auf eigenem Platz auf den SSV Markranstädt.

Bevor es um die Spiele der 3. Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals geht, muss der Fußball zunächst in den Hintergrund treten, denn die Absage des Spiels zwischen dem VfB Weißwasser und dem SV Germania Mittweida hat einen tragischen Hintergrund. Ein junger Spieler des VfB Weißwasser verunglückte am letzten Wochenende bei einem Verkehrsunfall und verletzte sich dabei schwer. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die möglicherweise Hinweise zu dem Unfall geben können. Der VfB entschloss sich, in Anbetracht des Unfalls und der Rücksichtnahme auf die Familie des Spielers, die Begegnung abzusagen. Der SV Germania Mittweida zeigte Verständnis und stimmte einer Verlegung zu. Der SFV wünscht im Namen der Fußballfamilie dem betroffenen Spieler eine schnelle Genesung!

3. Runde WSP

Acht Spiele am Samstag, 8 Spiele am Sonntag, das ist die 3. Runde um den Wernesgrüner Sachsenpokal 2019/2020. Es geht um den Einzug ins Achtelfinale, in die Runde der letzten 16. Und die Teams im Achtelfinale sind "in the money", denn ab dem Achtelfinale gibt es Geld. Das ist neu seit dieser Saison. Wie hoch die Summe ist, steht noch nicht endgültig fest. Im letzten Jahr waren es etwa 35.000 €, die unter den unterlegenen Halb- und Viertelfinalisten 2018/2019 verteilt wurde. Für den Pokalsieger gibt es sogar noch etwas mehr. Im Verhältnis 75 (Sieger) zu 25 (Unterlegener) wurden im letzten Jahr 175.500 € zwischen dem CFC und dem FSV aufgeteilt. Die genaue Summe legt das DFB-Präsidium erst Mitte 2020 fest. Im Gegensatz zu anderen Landesverbänden, schüttet der SFV alles 1:1 an die teilnehmenden Mannschaften aus. Die Auslosung des Achtelfinales findet am Mittwoch, 16. Oktober, um 16 Uhr (Achtung neue Zeit für die Auslosung ist 16 Uhr - ursprünglich 17 Uhr) im Sport- und Tagungshotel "Egidius Braun" statt. Losfee ist Anja Mittag.

Am Samstag eröffneten HOT 05 und Inter Leipzig die 3. Runde in einem Oberligaduell. Die Leipziger behielten mit 3:0 die Oberhand. Ein Achtungszeichen setzte die SG Dresden Striesen, die den Landesligisten vom VfL Pirna-Copitz mit 2:0 eleminierte. Den Vergleich Landesklasse Nord gegen Landesklasse Ost konnte der VfB Zwenkau mit 2:0 gegen den SC Borea Dresden zugunsten der LK Nord gestalten. Unerwartet Mühe hatte der Oberligist FC Eilenburg beim VfB Fortuna Chemnitz. Die Chemnitzer aus der Landesklasse konnten sogar zweimal in Führung gehen, brachten den Vorsprung trotz Überzahl jedoch nicht über die Zeit - Endergebnis 3:4. Ein Pokalspiel wie aus dem Lehrbuch lieferten der LSV Neustadt/Spree und der SV Einheit Kamenz. Komfortable Führungen der Gastgeber glichen die Kamenzer in der Schlusssekunde aus (3:3), hatten im Elfmeterschießen aber nicht mehr die Nerven. Der LSV gewann mit 7:6. In Auerbach empfing der VfB den 1. FC Lokomotive Leipzig vor rund 1.100 Zuschauern. Die Vogtländer hatten dem Tabellendritten der Regionalliga wenig entgegenzusetzen und verloren deutlich mit 1:4 - Alle Tore bei SPORT IM OSTEN. Mit dem Chemnitzer FC hat am Samstag auch der erste Drittligist ins Geschehen eingegrfiffen. Beim FC Grimma gewann die Mannschaft von Patrick Glöckner nüchtern mit 3:1. Die Gastgeber hielten erstaunlich gut dagegen und mussten erst 5 Minuten vor dem Ende den endgültigen Knock-out einstecken.

Im landesligainternen Duell zwischen der SG Handwerk Rabenstein und der SG Taucha setzten sich die Randleipziger mit 1:0 durch. Für den SV Neudorf, als letzter Kreisligist im Wettbewerb, ist die Reise Sachsenpokal nach dem 0:6 gegen den FSV Krostitz vorbei. Die beiden Oberligisten VFC Plauen (5:0 gegen FSV Neusalza-Spremberg) und FC Oberlausitz Neugersdorf (2:0 gegen FSV Motor Marienberg) lösten ihre Aufgaben. Fast die Zähne biss sich der Bischofswerdaer FV am TSV Germania Chemnitz aus. Erst in der Verlängerung erlöste Frank Zille den Regionalligisten. Außerdem in der Runde der letzten 16 ist die BSG Chemie Leipzig nach dem 3:0 in Bautzen. Gegen die Budissen mussten die Leutzscher aber lange auf die Entscheidung warten. Erst kurz vor Schluss machte Chemie den Deckel drauf. Der SSV Markranstädt besiegte den BSC Rapid Chemnitz mit 2:0 und bleibt ebenfalls im Rennen. Im Bruno-Plache-Stadion fand das Duell David gegen Goliath statt. Der SV Tapfer Leipzig empfing den FSV Zwickau und kam dabei ziemlich unter die Räder. FSV-Coach Joe Enochs rotierte ordentlich durch und die Spieler, die sonst weniger Einsatzzeiten in der 3. Liga bekommen, zeigten ihrem Coach, dass sie es auch können. Ein Angriff nach dem nächsten rollte auf das Tor von Tapfer-Keeper Marcus Schwarze, der sich nur selten auszeichnen konnte. Zu konsequent spielte der Favorit seine Angriffe zu Ende. Trotzdem war das Spiel ein Erlebnis für die Jungs von Tapfer Leipzig und von ihren Fans wurden sie gefeiert.

+++ Die 3. Runde in der Übersicht ++

Von Alexander Rabe